Kräutertee am Abend: Was wirklich drinsteckt
Welche Kräutertees passen zum Abend, welche enthalten Bitterstoffe und warum Aufgüsse ohne Teepflanze eigentlich kein Tee sind.
Kräutertee ist streng genommen kein Tee, denn er stammt nicht von der Teepflanze. Der Aufguss aus Blüten, Blättern und Wurzeln heißt korrekt Kräuteraufguss; im Alltag bleibt es bei Tee. Für den Abend sind diese Aufgüsse beliebt, weil sie kein Koffein enthalten.
Die klassischen Abendtees
Kamille bringt blumige Süße mit; sie zählt zu den bekanntesten deutschen Aufgüssen (siehe Kamillentee).
Melisse schmeckt mild zitronig und wird traditionell am Abend getrunken.
Fenchel wirkt süßlich-würzig, mit leichtem Anis-Aroma; typische Ziehzeit fünf bis zehn Minuten.
Pfefferminze ist frischer und kräftiger; wer empfindlich auf Minzöl reagiert, weicht auf Melisse aus.
Was „entspannend“ bedeutet
Viele Abendtees tragen beruhigende Aussagen auf der Packung. Belegbar ist: Ein warmes Getränk ohne Koffein gehört für viele Menschen zu einer ruhigen Abendroutine. Für konkrete Heilwirkungen einzelner Kräuter gibt es unterschiedlich gute Studienlage; dieser Artikel beschreibt Getränke, keine Therapie.
Zubereitung, die funktioniert
Wasser kochen, einen Teelöffel pro Tasse aufgießen und fünf bis zehn Minuten ziehen lassen; zugedeckt ziehen lassen erhält die flüchtigen Aromen. Wer es milder mag, kürzt die Zeit statt die Menge zu reduzieren.
Worauf man achten sollte
Wer regelmäßig große Mengen einzelner Kräutertees trinkt, sollte Sorten wechseln, weil einige Pflanzen Wirkstoffe in konzentrierter Form enthalten. Schwangere und Personen mit Vorerkrankungen fragen im Zweifel ärztlich nach.
Weiterlesen: Kamillentee und Schwarztee vs. Grüntee für den Tagesverlauf.
Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung.
